Großglockner Hochalpenstraße – Gletscher: Pasterze

Auf 36 großen Kehren verbindet die Großglockner Hochalpenstraße die Bundesländer Kärnten und Salzburg und bahnt sich ihren Weg durch den Nationalpark Hohe Tauern. Sie wurde 1930 erbaut, also bereits vor der Gründung des Nationalparks Hohe Tauern, und war schon immer ein sehr beliebtes Reiseziel. Wer die Großglocknerhochalpenstraße befährt sollte unbedingt eine Pause bei der Kaiser-Franz-Josefs Höhe einplanen. Von ihr hat man einen wunderschönen Blick auf den größten Berg Österreichs, den Großglockner (3.798 m) und die Pasterze (Gletscher). Kleine und große Wanderungen rund um das Gebiet des Magaritzenstausee und die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe sind möglich. Wenn man Glück hat, sieht man Steinböcke und Murmeltiere von der Beobachtungswarte aus.

Berg
  • PKW oder öffentliche Verkehrsmittel
  • 36 Kehren
  • Mautgebühr
  • 50 km
  • Museum, Gletscherbahn, Aussichtspunkte, Beobachtungswarte

Pro Jahr wird die Erlebnisstraße von ca. 900.000 Besuchern befahren. In diesem hocherschloßenen touristischen Gebiet ergeben sich natürlich auch manche Spannungsfelder. Schutzzonen für Tiere und Pflanzen verhindern, dass menschliche Vordringen in den Lebensraum. Auch die Steinböcke profitieren davon und somit auch diejenigen die, die Steinböcke beobachten wollen.

Unterwegs mit den Nationalpark Rangern und dem Nationalparkdirektor in Kärntern, Peter Rupitsch, erfuhren wir alles Wissenswerte über die hier in der Zone lebenden Steinböcke. Diese wurden ab den 1960 Jahren nach einigen Rückschlägen wieder angesiedelt und sind nun zu einer relevanten Stückzahl angewachsen. Der Nationalpark kümmert sich auch um das Monitoring und die Erfassung der Daten rund um die waghalsigen Kletterer.

Steinböcke leben im felsigen, steinigen und steilem Gelände und können mit Ferngläsern von der Wilhelm-Swarovski Beobachtungswarte aus erspäht werden. Die Schutzzone sollte von Besuchern nicht betreten werden, da sich sonst das Steinwild und andere Tiere immer weiter zurück ziehen.

Foto: NPHT_Markus Lackner

Wie uns die Nationalpark Ranger berichteten können Jungtiere bereits nach wenigen Stunden ihrer Mutter im offenen Gelände nachfolgen.

Wunderschön der Blick auf den Glockner und den Gletscher: die Pasterze.

Ausstellungen im Besucherzentrum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Im Besucherzentrum sind neben einer Daueraustellung auch immer wieder themenrelevante Sonderausstellungen zu sehen. In der Daueraustellung kann die im Gletscher gefundene über 6.000 Jahre alte Zirbe von den Besuchern besichtigt werden.

Auf der Weiterfahrt nach Salzburg kamen wir beim Gasthaus Schöneck vorbei. Für Kinder steht der Spielplatz hinter dem Restaurant zum Spielen bereit. Auch der Besuch der angrenzenden „Wunderwelt Glocknerwiese“ lohnt sich. Hier gibt es ein kleinen Schauraum und viele verschiedene Wildblumen.